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#1

16.: Drachentöter

in Auf Aves' Spuren - die Abenteuer 18.05.2012 17:20
von Swente • Meister des Schwarzen Auges | 781 Beiträge



Noch nie hatten die Helden zuvor eine solch gewaltige Stadt gesehen: Havena, die stolze Stadt im Delta des großen Flusses. Die majestätische Prinzessin-Emer-Brücke war von weithin sichtbar. Von dem im Land herrschenden Bürgerkrieg bemerkte man in dieser Metropole nicht viel, ausser dass die Bevölkerungsdichte noch viel höher geworden ist. 30000 Bewohner hat diese Stadt nun. Am Tor wurde die Gruppe explizit auf das herrschende Magieverbot hingewiesen. Wo hin sollte sich nur wenden in diesen unüberschaubaren Massen, direkt zum Hafen? Zunächst eine Bleibe suchen? Da trat ein junges Mädchen mit blonden Locken auf die Helden zu:"Guten Tag, Reisende, ihr seid bestimmt auf der Suche nach einer guten und günstigen Bleibe, oder? Dann kommt mit zu uns in den "Drachentöter". Genau die richtige Schänke für wackere Helden...


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zuletzt bearbeitet 23.05.2012 11:42 | nach oben springen
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#2

RE: 16.: Drachentöter

in Auf Aves' Spuren - die Abenteuer 23.05.2012 12:28
von Swente • Meister des Schwarzen Auges | 781 Beiträge

Die Gruppe folgte der kleinen Turike Fassenbrink bis zu einem dreistöckigen Fachwerkhaus in einem gediegenen Stadtviertel. Sie versprach der Gruppe, dass es zur Eröffnung des Gasthauses ein besonderes Angebot gäbe. Auf dem Schild über der Tür war ein bärtiger großer Mann zu sehen, der mit einem Schwert einen Drachen erschlägt.
Das Innere des Hauses machte einen sauberen und gemütlichen Eindruck. Ein paar Gäste saßen im Schankraum, aber es war nicht grade überlaufen. Man konnte gleich erkennen, dass einige Teile des Hauses erneuert und angebaut worden sind.
Der Wirt Barmfred Fassenbrink begrüßte die Gruppe sogleich herzlich. Offenbar war er selbst einmal Abenteurer und kam so auch zu dem nötigen Geld, um hier die Herberge zu eröffnen. Seine Frau Patulia machte einen eher reservierten Eindruck auf die Gruppe, seine zweite Tochter Dythlind hingegen schien von Rahja gesegnet zu sein und kostete dies auch voll aus. Nachdem sich die Gruppe nach dem besonderen Angebot erkundigte, führte Barmfred die Helden auf ihre Zimmer und bat ihnen schließlich an, völlig kostenlos bei ihm unterzukommen, wenn sie ihm bei einigen Problemen weiterhelfen könnten. Er habe das Gasthaus vor einem Jahr gekauft, nachdem die Vorbesitzerin verstorben war. Nach Monaten des Umbaus habe er es nun vor fünf Tagen eröffnet. Seither habe er nur Scherereien:
- Zum einen fühlten sich einige Nachbarn durch seinen Betrieb gestört und verbreiteten üble Gerüchte über ihn.
- Dann sind schon mehrfach Schläger in seinem Haus aufgetaucht und hätten randaliert
- und schließlich habe es angefangen zu spuken.
Daraufhin sind ihm fast alle Gäste weg gelaufen, bis auf die paar, die noch anwesend sind. Zu den Spukgeschehnissen berichtete er noch, dass es in der zweiten Nacht seit Eröffnung das erste Mal geschah und dann gestern Nacht. Jeweils waren unheimliche Geräusche zu hören und leuchtende Schemen zu sehen. Gestern flog sogar das Schwert des Wirtes, dass als Trophäe über dem Tresen hängt, durch die Luft.
Die Helden versprachen, sich um die Angelegenheiten zu kümmern und schauten sich zunächst im Haus ein wenig um. Frumold bandelte bald mit der hübschen Dythlind ein wenig an und versprach für den Abend eine Darbietung seiner Künste, um ein paar Gäste in den Drachentöter zu locken. Die Anderen konnten im Keller nichts außergewöhnliches entdecken und nahmen zunächst ein Bad. Auch mit ein paar der anderen Gäste kam man ins Gespräch. Rahjophrast Rosenkron, ein berühmt berüchtigter Autor von Romanen wie "Die unstillbare Liebe der Prinzessin Alrique" oder "Liebesgrüße aus Punin" war hier untergekommen, um Inspiration für weitere Werke zu erhalten und zeigte sich sehr interessiert an den Helden. Gleiches gilt für Igan Trappenfeld, einem Berichterstatter für den Aventurischen Boten, der eigentlich über den Bürgerkrieg schreiben sollte und nun hier bleibt, um weitere faszinierende Abenteuergeschichten zu sammeln. Er war schon beim ersten Spuk hier, hatte diesen aber erstaunlicherweise verschlafen. Beim zweiten Spuk hörte er seltsame Klopfzeichen und kam als einer der ersten in den Schankraum. da sah er Iber, einen dürren Mann Anfang 50 mit Pferdeschwanz, der ebenfalls Gast im Drachentöter ist und von anderer Seite in den Raum kam, was Igan sehr verdächtig erschien, da er Iber nicht aus seinem Zimmer kommen sah. Weitere Gäste wurden nicht befragt. Neben besagtem Iber sind im Haus noch zwei Ambosszwerge, ein Gelehrter, ein Viehzüchter- oder Bauernehepaar sowie das Gesinde der Fassenbrinks (Stallmeister Ardo, Knecht Jalf und Magd Irmegunde, die gegenüber den Helden noch nicht in Erscheinung getreten waren).
Zum Abend hin wollte Frumold schließlich seine Vorstellung vorbereiten. Er plante einen spektakulären Seiltanz, für den er Dythlinde als holde Jungfer einplante, die es zu retten galt. Rahjophrast sollte dazu eine dramatische Geschichte erzählen, wozu dieser auch bereit war. Zunächst klopfte Frumold bei den Nachbarn gegenüber um zu fragen, ob er dort das Seil anbringen dürfte. Der Mann der ihm aufmachte zeigte sich allerdings mehr als schroff und abweisend - Es handelte sich um Herrn Galdifei, jenen Nachbarn, mit dem Barmfred ohnehin Probleme hat. Ein anderer Nachbar schräg gegenüber zeigte sich aber umso interessierter und die Vorführung konnte etwas später stattfinden. Nach einem dramatischen Absturz erklomm Frumold grade die Hauswand, als ein Trupp Büttel dazu kam und die Veranstaltung unterband - es läge eine Beschwerde dagegen vor und außerdem habe man keine Genehmigung eingeholt. 5 Taler Strafe waren das bittere Ergebnis. Offenbar hatte der besagte Nachbar die Garde verständigt. Frumold war daher den Rest des Abends sehr betrübt und ging bald ins Bett. Bogumil schaute im Rahjapark vorbei, wo sich Dythlind nach Ladenschluss mit einem Blumenmädchen verabredet hatte. Offenbar trafen sich hier junge Paare in den lauen Frühlingsnächten zum Liebesspiel. Schon vor Mitternacht lag aber auch er im Bett.
Dann kam ein neuer Spuk: Die Helden bemerkten ihn erst, als ein Kichern und eine unheimliche Kinderstimme von oben zu hören war. Die Stimme sagte den bekannten Garether Reimvers: Eins, zwei, der Schnitter kommt vorbei" auf. Im Schlafsaal war es komplett still, obwohl die Zwerge doch laut zu schnarchen schienen. Der Gelehrte stand mit verfärbten Lippen und Schaum vor dem Mund völlig verwirrt im Zimmer um gleich darauf hin einen Tobsuchtsanfall zu bekommen, den Silaya abwehrte. Die magische Analyse von Bogumil konnte das Wirken eines "Silentium" Zaubers, sowie eines "Foramen" an der offenen Dachluke nachweisen. Er ließ sich hoch heben und konnte in der Ferne eine gebeugte Gestalt erkennen, die einen länglichen Gegenstand durch die Gassen trug, ehe sie aus dem Blickfeld verschwand. Frumold fand darauf hin draußen Spuren, die dafür sprechen, dass eine Leiter am Haus stand, sowie ein Taschentuch mit einem Schildchen darauf, dass den Namen "Lissa" und die Worte "für C. L." eingestickt hatte...

Anwesen waren:
Silaya
Frumold
Bogumil


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zuletzt bearbeitet 23.05.2012 18:11 | nach oben springen
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#3

RE: 16.: Drachentöter

in Auf Aves' Spuren - die Abenteuer 01.06.2012 11:13
von Swente • Meister des Schwarzen Auges | 781 Beiträge

Weitere Untersuchungen des „Spuks“ konnten bestätigen, dass offenbar jemand magisch begabtes, oder mit magischen Artefakten ausgerüstetes den Schlafsaal mit einer Leiter über das Dach betreten hat und dem schlafenden Gast Muck Plasche Gift verabreichte. Durch den schnellen Einsatz von Heilkunst und Magie konnten Bogumil und Silaya den vergifteten Gelehrten aber retten. Die Giftflasche fand die Gruppe später unter einem der Betten. Eine Befragung des Personals vom Drachentöter (alles einheimische Havener) gab folgende Hinweise zu dem gefundenen Taschentuch:

- Lissa könnte die Frau von Schuster Grabel sein, oder aber eine gut aussehende Hure aus dem Bordel „Rosentraum“.
- Die Initialien C. L. könnten für folgende Leute aus dem Viertel stehen: Cella Lank (Kutscherin), Cuil Lorstan (Quaksalber), Cassim Leuhart (blinder Bettler).

Am nächsten Morgen zog das Ehepaar Wintram erbost über die Vorfälle aus, sie wurden von der Gruppe später in der konkurrierenden Herberge „Eckhaus“ wieder gesehen. Die Helden begannen mit weiteren Befragungen und teilten sich hierzu auf. Silaya blieb in der Herberge, um sich in der Nachbarschaft umzuhören, während die anderen zum Rathaus gingen, um für Frumold eine Lizenz zu erwerben.

Silaya ging zunächst zu den Nachbarn Galdifei gegenüber und entschuldigte sich für die Vorfälle. Es kostete sie einige Überredungskunst, doch fand sie heraus, dass sich die Galdifeis anscheinend einfach nicht be- und geachtet genug fühlten und darum Barmfred allerlei Steine in den Weg legten. Auch scheinen die Galdifeis über eine gute „Beobachtungsgabe“ zu verfügen, so dass sicherlich noch weitere Hinweise von ihnen zu bekommen sind, wenn sie erst mal besänftigt wurden. Barmfred will sich im Laufe des Tages darum kümmern.

Von den anderen Nachbarn konnte sie folgende Dinge erfahren:
- Die einheitliche Meinung ist es, dass es im Drachentöter spuke. Als Gründe dafür werden verschiedene Geschichten präsentiert. Die einen glauben, es handele sich um den Geist der Vorbesitzerin Jule Gerrich, andere meinen es ist der Handwerker, der bei den Umbauten ums Leben kam und wieder andere unterstellen Barmfred Fassenbrink, es sei der Geist eines Mannes den er im Suff erschlagen habe. Über die Qualität des Drachentöters herrscht wegen der Vorfälle keine gute Meinung, wer Qualität wolle, der gehe besser ins „Eckhaus“.
- Der nette Nachbar schräg gegenüber will außerdem schon in der späten Umbauphase Klopfgeräusche und Lichter im Drachentöter bemerkt haben.


Ulfried, Frumold und Bogumil machten sich unterdessen auf den Weg zum Rathaus. Unterwegs kamen sie am „Eckhaus“ vorbei, einem Lokal ganz in der Nähe für das der Drachentöter augenscheinlich Konkurrenz bedeutet. Die Wirtin war grade in ein Gespräch mit einem Medikus vertieft, als die Helden den Schankraum betraten. Neben den jüngst aus dem Drachentöter geflohenen Wintrams waren noch ein paar andere Gäste hier. Besonders fiel der Gruppe Iber auf, der mit einem anderen Mann in der Ecke saß und sich unterhielt. Frumold schlich sich näher heran und konnte Gesprächsfetzen belauschen, die in etwa so gingen: „Immer noch nichts gefunden, Suche ist sehr mühselig, brauchen eine Karte oder einen Plan. Müssen schnell Erfolg haben. Erst diese Spukereignisse und jetzt noch die Fremden, die überall herum schnüffeln, wird schwierig was zu finden. Oh da sind sie ja schon wieder, Ruhe jetzt.“
Nach diesem kurzen Überblick ging die Gruppe wieder. Im Rathaus kauften sie für Frumold zwei Tageslizenzen für Gaukler ein und hörten sich dann, nachdem sie die möglichen Namen für C.L. durchgingen zunächst nach Cuil Lorstan um. Dieser sei ein Heiler/Quaksalber, der irgendwo am Markt eine Mietwohnung hatte. Dort wollten sie ihm einen Brief überbringen, mit dem sie seine Verbindung zu „Lissa“ prüfen wollten. Doch Cuil war nicht anwesend, die Wohnung anscheinend seit einigen Tagen verlassen. Von einem Nachbarn erfuhren sie, dass Cuil vor etwa zwei Wochen über Nacht aus der Wohnung geflohen war, nachdem seine Frau oder Geliebte plötzlich gestorben war. Sie erlag den Verletzungen einer Auspeitschung. Angeblich hatte sie, die in einem Badehaus arbeitete, einem Gast ein paar Münzen stehlen wollen und wurde erwischt. Die Wohnung selbst war bis auf einige alchimistische Gegenstände noch voll eingerichtet, sogar inzwischen toter Vogel lag noch in seinem Käfig. Der Zustand der Wohnung unterstrich die Vermutung, dass hier seit wenigstens 10 Tagen niemand mehr gewesen ist.

Um mehr über diesen Fall zu erfahren, erkundigten sie sich erneut beim Rathaus und konnten den blasierten Angestellten schließlich überreden, die Akte mit den letzten Gerichtsfällen in der Gegend zu holen. Die Gerichtsakte gab folgende Details her:
- Die schwangere Ylja Lorstan arbeitete in Fexils Badehaus.
- Dort stahl sie der Bürgerin Patulia Fassenbrink einige Münzen und wurde erwischt.
- Frau Fassenbrink bestand darauf, dass die Stadtwache geholt, und die Diebin bestraft würde
- Auch der Hinweis des Hauptmanns auf die Schwangerschaft der Frau und die Entschuldigung Ylja’s, dass sie aus Hunger und für ihr Kind das Geld genommen habe, konnten Frau Fassenbrink nicht davon abbringen.
- Ylja Lorstan wurde von der hiesigen Richterin Alff mit öffentlicher Auspeitschung bestraft.
- Die Strafe wurde von Henker Edo Dorc vollzogen.
- In einem Randvermerk wurde notiert, dass Ylja Lorstan wenige Tage darauf verstarb.
- Außerdem entdecken die Helden noch zwei weitere Anzeigen, die einen möglichen Zusammenhang mit dem Fall darstellen: Vor 10 Tagen wurde Richterin Alff eine größere Menge Geld gestohlen. Vor 8 Tagen wurde der Hund des Henkers Dorc vergiftet.


Kurz bevor die anderen zurück beim Drachentöter waren, krachte ein Stein mit einem Zettel darum durch die Scheibe. Barmfred berichtete Silaya darauf hin, dass schon vor ein paar Tagen (genau gesagt am zweiten Tag) eine Frau im Laden war, die sich Alrike nannte. Da ihre Nase offenbar mehrfach gebrochen und schief zusammen gewachsen war, konnte man sie gut wieder erkennen. Sie erzählte Barmfred von den vielen Gefahren in der Gegend und dass man sich dafür schützen könne, wenn man nur Geld an die richtigen Leute bezahle. Barmfred setzte die Frau erbost vor die Tür, doch sie sagte nur mit einem gefährlichen Lächeln „bis bald“. Auf dem Zettel stand, dass Barmfred in der Nacht drei brennende Kerzen in das vordere Fenster stellen solle, wenn er zu zahlen bereit sei, oder sonst…

Ulfried schloss aus allen Vorfällen, dass es sich nicht um einen zusammenhängenden, sondern bisher um mindestens vier verschiedene Vorfälle handeln muss, die Barmfred und Patulia das Leben schwer machen.

1. Nachbarn, die Gerüchte streuen.
2. Ein möglicher Racheakt von Cuil Lorstan, weil Patulia indirekt Schuld am Tod seiner Frau hat.
3. Mögliche Aktionen von der Konkurrenz aus dem „Eckhaus“.
4. Schutzgelderpresser.



Anwesend waren:
Ulfried
Frumold
Silaya
Bogumil


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zuletzt bearbeitet 01.06.2012 11:14 | nach oben springen
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#4

RE: 16.: Drachentöter

in Auf Aves' Spuren - die Abenteuer 05.06.2012 12:30
von Swente • Meister des Schwarzen Auges | 781 Beiträge

Befragungen der restlichen Gäste ergaben, dass es sich bei der Gestalt mit der Leiter wohl um einen buckligen Mann gehandelt haben muss, so konnte Muck Plasche seine Beobachtung vom ersten Spuk jedenfalls mitteilen.

Silaya machte sich schließlich gemeinsam mit Ulfried und Barmfred auf zu den Nachbarn Galdifei. Barmfred hatte einen Präsentkorb gepackt, um sich dort vorzustellen und zu entschuldigen, nicht ohne dass er vorher eine Schimpftirade seiner Frau ertragen musste. Bogumil entschloss sich daher, im Drachentöter zu bleiben und Patulia ob ihres Charakters mit Verachtung zu strafen.

Bei den Galdifeis leitete Silaya das Gespräch vorsichtig ein und nachdem Barmfred die Geschenke überbracht und die Nachbarn in sein Haus eingeladen hat, waren diese gleich viel wohler gestimmt. Die Gruppe wurde kurzerhand zum Tee eingeladen und gemeinsam konnten Silaya und Ulfried doch einige Informationen sammeln, welche die „lieben“ Nachbarn beobachtet oder aufgeschnappt haben:
- Angeblich soll es tatsächlich mindestens eine Schutzgeldbande in der Stadt geben. Man munkelt sogar von Verbindungen zur Stadtwache.
- Ilsa Tucher die Wirtin des Eckhauses hat derzeit allerlei Probleme. Ihr Mann ist schwer krank und die Pflege sehr teuer. Die neue Konkurrenz ist ihr daher ein erheblicher Dorn im Auge. Sie ist die Schwägerin von Leutnant Rukkus Tucher, dem hiesigen zuständigen Chef der Wache.
- Nach dem ersten Spuk haben sie zwei Personen vom Haus fliehen sehen, eine schlanke Gestalt und einen Buckligen, der eine Leiter trug.
- Der Spuk begann schon vor dem Einzug der Fassenbrinks mit Leuchterscheinungen und Klopfzeichen. Bestimmt handelt es sich um den Geist von Jule Gerrich.
- Die Händlerin kam vor einigen Jahren bereits wohlhabend in die Stadt.
- In letzter Zeit, kurz vor der Eröffnung trieben sich öfter zwei Männer in der Nähe des Hauses herum. Auf einen passte die Beschreibung von Iber.


Das Problem mit den Nachbarn war damit gelöst. Für weitere Gerüchte mag Frau Galdifei eine gute Quelle sein.

Währenddessen kam eine kleine Gruppe junger Männer in den Drachentöter und fing sogleich an zu randalieren und die Gäste anzupöbeln. Ohne lange zu fackeln, versetzte Bogumil die Gruppe mit einem Horriphobus in Angst und Schrecken, so dass sie gleich flohen. Er konnte sich daran erinnern, die Männer als Gäste des Eckhauses bereits einmal gesehen zu haben, daher machte er sich sofort auf den Weg dahin. Nach ihrem Gespräch mit den Nachbarn folgten auch die anderen dorthin, Bogumil hatte jedoch einen kleinen Vorsprung. Einer der drei Männer stand bei seinem Eintreffen grade zitternd an der Theke. Da der Zauber noch wirkte, lief der Mann abermals schreiend durch den Hintereingang davon und kam den anderen graden entgegen. Bogumil nahm sich derweil die Wirtin zur Brust, die kleinlaut zugeben musste, dass die Störenfriede, die im Drachentöter randaliert haben, ihre Stammgäste sind und ihr helfen wollten. Sie versprach daraufhin, dass es keine Vorkommnisse ihrerseits mehr geben würde, erklärte aber auch ihre Notsituation. Silaya vermittelte ein wenig und so wollte sich Frau Tucher schließlich mit Barmfred in Verbindung setzen. Vielleicht könne man ja ein gegenseitiges Hilfeabkommen schließen, das sowohl der Notsituation von Frau Tucher als auch dem entstandenen Schaden im Drachentöter gerecht wird. Von irgendwelchen Schutzgeldforderungen in der Stadt wusste Frau Tucher übrigens nichts. Über Cuil Lorstan wusste sie zu berichten, dass er ein äußerst beliebter und mildtätiger Heiler sein soll.

Das Problem mit der Konkurrenz und den Störenfrieden war somit auch gelöst.

Da sich der Tag dem Ende neigte, beschlossen die Helden, die folgende Nacht zu nutzen: Ulfried überzeugte Barmfred, eine erste Schutzgeldzahlung zu leisten, auf dass Ulfried die Erpresser verfolgen könne um mehr heraus zu finden. Die anderen wollten im Drachentöter bleiben und den seltsamen Umtrieben von Iber nachgehen.

Nachdem Barmfred das Zeichen aufgestellt und das Lösegeld deponiert hatte, versteckte sich Ulfried bei den Galdifeis, um von Gegenüber alles zu beobachten. Die zeigten sich natürlich sehr interessiert an den Vorfällen. Doch zunächst hieß es warten.

Gegen ein Uhr Nachts schlich sich Iber aus dem Zimmer. Silaya verfolgte ihn und konnte ihn dabei beobachten, wie er die Wände abklopfte und offenbar nach einem Hohlraum suchte. Darauf angesprochen, versuchte er sich heraus zu reden und behauptete, er wollte prüfen, ob der Geist ihm antwortet. Bogumil „untersuchte“ inzwischen Iber’s Zimmer. Er fand neben einigen Dietrichen und ähnlichem Handwerkszeug einen provisorischen Plan der Herberge, in dem bereits der Keller vollständig abgehakt war. Außerdem fand sich ein Brief aus dem hervor ging, dass die alte Besitzerin des Hauses Jule Gerrich anscheinend früher mit Iber und einem weiteren Mann namens Thallian das eine oder andere Ding gedreht hat. Doch eines Tages haute sie mit der gemeinsamen Beute ab, ein Phexenstück, dass ihr immer Glück brachte, wie sie schrieb. Und da die Beute noch fast vollständig erhalten war, teilte sie ihren beiden alten Partnern mit, wohin sie gegangen war und dass sie die Beute haben könnten, wenn sie den Schatz denn finden würden. Und das Versteck des Schatzes ist eben das alte Gebäude, aus dem nun der Drachentöter entstanden war. Iber ging zähneknirschend ins Bett, Silaya verbrachte den Rest der Nacht unten, um auf der Hut zu sein.

Gegen 3 Uhr kam tatsächlich ein junger Bursche und holte das Lösegeld ab. Er verschwand in Richtung Hafen. Ulfried gelang es, unbemerkt an dem Kerl dranzubleiben und konnte das Bandenversteck schließlich in einem Lagerhaus ausmachen. Kurz darauf sah er außerdem einen der Wächter, der sich mit einem anderen Bandenmitglied an der Tür traf und dort offenbar Schmiergeld erhielt. Ulfried kehrte daraufhin in den Drachentöter zurück. Den Rest der kurzen Nacht passierte nichts.

Am nächsten Morgen beschloss die Gruppe, die Identität von Lissa weiter zu verfolgen und begab sich ins Bordell „Rosentraum“. Im Gespräch mit Lissa stellte sich heraus, dass sie die Schwester der verstorbenen Ylia ist. Lissa zeigte sich bestürzt über die Vorkommnisse und dass ihr Schwager Cuil offenbar die Kontrolle verliert. Sie erzählte der Gruppe die Geschichte von Cuil, dass er als ehemaliger Student an der Anatomischen Akademie zu Vinsalt über gute Heilerfähigkeiten verfüge und diese bisher stets zum Wohl seiner Mitmenschen eingesetzt hatte. Er half auch den Ärmsten, selbst ohne große Bezahlung. Daher waren er und Ylia auch sehr arm. Lissa unterstützt bereits ihre Eltern und konnte da nicht groß aushelfen. All das führte dann zu den tragischen Ereignissen im Badehaus wo Ylia arbeitete und wo sie auch Cuil kennen gelernt hatte. Das Taschentuch war ein Geschenk zur Hochzeit der beiden.

Lissa hatte Cuil seit der Beerdigung nicht mehr gesehen, wollte den Helden aber unter ein paar Bedingungen helfen:
- Sie sollen versuchen, von den Fassenbrinks ein Blutgeld für ihre Eltern zu bekommen, da der Tod ihrer Schwester die Familie noch mehr nach unten gezogen hat.
- Sie sollen die Gruftasselplage beseitigen, unter der die Eltern leiden
- Und sie sollen Pipo, den buckligen Hilfsarbeiter aus dem Badehaus schonend aber bestimmt klar machen, dass er sich keine Hoffnungen machen soll, Lissa’s Liebe erringen zu können.


An eben jenen Pipo hat sie die Gruppe auch als mögliche Hilfe verwiesen um Cuil’s Aufenthaltsort heraus zu finden, denn Pipo ist anscheinend ein enger Vertrauter von Cuil.
Lissa erzählte der Gruppe außerdem von einem merkwürdigen Ereignis, direkt nachdem Ylia gestorben war. Lissa war die ganze Zeit dabei, doch nach dem Tod wollte Cuil ein wenig allein mit ihr sein, also verließ Lissa den Raum. Sie hörte nach einiger Zeit, wie Cuil offenbar Fragen von jemandem beantwortete, der nicht da war. Selbst zu Lachen fing er an. Als Lissa wieder herein kam wirkte Cuil unwirsch und fahrig. Der kleine Singvogel, der kurz zuvor noch lebte, lag tot in seinem Käfig. Bogumil stellte darauf hin die Vermutung an, dass Cuil eine Art Pakt eingegangen sein könnte, was stets mit solchen Nebeneffekten verbunden sei.
Gemeinsam machte sich die Gruppe auf den Weg zu Fexils Badehaus

Anwesend waren:
Bogumil
Ulfried
Silaya


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#5

RE: 16.: Drachentöter

in Auf Aves' Spuren - die Abenteuer 18.06.2012 16:01
von Swente • Meister des Schwarzen Auges | 781 Beiträge

Kurzerhand überlegten es sich die Helden anders und kehrten zunächst in den Drachentöter zurück, um mit Barmfred Lissa’s Begehr eines Blutgeldes für ihre Eltern zu besprechen. Der Wirt zeigte sich sehr bestürzt, denn er hatte anscheinend keine Ahnung davon, dass Ylja durch die Bestrafung gestorben ist. Er erklärte sich dann bereit, die verarmten Eltern mit Sachleistungen zu unterstützen und ihnen eine Mahlzeit am Tag zu spendieren. Sie erzählten Lissa davon und gingen dann zu den Eltern, um sich der Gruftasseln anzunehmen. Die Eltern waren begeistert über die unerwartete Hilfe. Der Keller des ärmlichen Hauses war verwüstet und es gab Durchbrüche zu den Nachbarkellern. Die Helden stießen mit Hilfe eines beweglichen Flim Flam’s von Bogumil in die weiteren Räume vor und konnten die Gruftasseln, die sich doch überraschend wehrhaft zeigten, besiegen. Bogumil kroch sogar noch zum Gelege der Biester vor und trat die Eier kaputt. Zwar stinkend, aber siegesfroh wurde die Gruppe von den Bewohnern der Häuser gefeiert. Ritterlich verzichteten sie auf jede weitere Belohnung.
So schmutzig wie sie waren, war dies nun der rechte Zeitpunkt, um das Badehaus aufzusuchen. Dort fanden sie dann auch schnell den gesuchten Pip. Von der Beschreibung her war er den Spukfällen eindeutig zuzuordnen und so brach er auch schnell unter dem Druck der Fragen von Ulfried und den anderen zusammen. Er bestätigte noch einmal die Geschichte von Cuil und auch, dass dieser eigentlich ein selbstloser und freundlicher Mann war, der über gute Fähigkeiten als Heiler verfügte. Auch könne Cuil ein wenig zaubern, zum Beispiel Stille oder auch bunte Lichter erschaffen und so weiter. Er gab weiterhin zu, dass er an einigen der Fälle, so dem Einbruch bei der Richterin und auch den Spukfällen beteiligt war, aber nur um Schmiere zu stehen oder die Leiter zu tragen. Wo er nicht mitmachen wollte, war die Vergiftung des Hundes vom Henker. In letzter Zeit wurde Cuil jedoch immer verbissener und es reichte ihm anscheinend nicht mehr, den an der Sache beteiligten Menschen einen Denkzettel zu verpassen. Darum wandte sich Pip nach dem letzten Spuk auch von seinem Freund ab. Wo dieser wohne wusste Pip nicht. In seiner eigentlichen Wohnung war er schon länger nicht mehr. Ihm fiel jedoch auf, dass Lorstan in letzter Zeit zusehens verwahrlose und stets sehr erdige, dreckige Schuhe trug. Weiteres konnte Pip auch nicht beitragen, versprach aber, sich im Drachentöter zu melden, falls Cuil auftauchen sollte. Silaya nahm ihn darauf hin noch einmal zur Seite und überzeugte ihn, von seinem Gedanken, Lissa für sich gewinnen zu können, abzulassen.
Frumold kam schließlich auf die Idee, Cuil auf dem Boronsanger, am Grab seiner geliebten Frau zu suchen. Also machte sich die Gruppe auf den Weg zum am Stadtrand gelegenen Friedhof. Als sie dort ankamen, war es bereits abends und der große, von Mauern umfriedete Anger war in Zwielicht getaucht. Es brauchte einige Zeit, die neueren Gräber ausfindig zu machen, aber schließlich fanden sie das Grab von Ylja Lorstan – Es war offen und der Leichnam entfernt worden. Schleifspuren führten zur Hütte des Friedhofswärters und aus der Hütte war leises Stöhnen und Gekicher zu hören. Die Gruppe wollte ihre Schritte grade zu dieser Hütte lenken, als sich mehrere bewaffnete Gestalten aus ihrem Schatten lösten und den Helden entgegen traten…

Anwesend waren:
Frumold
Bogumil
Silaya
Ulfried


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#6

RE: 16.: Drachentöter

in Auf Aves' Spuren - die Abenteuer 19.06.2012 15:48
von Swente • Meister des Schwarzen Auges | 781 Beiträge

Die fünf Bewaffneten schienen ein paar schäbige Schlagetots aus den Gassen Havenas zu sein. Sie verstellten der Gruppe den Weg und wollten sie nicht zur Hütte weiter lassen. Nach einigen Diskussionen hörten die Helden einen dumpfen Schrei aus einem Schuppen hinter der Hütte. Frumold hechtete an den Wächtern vorbei, zwei der Schläger setzten ihm nach. Noch bevor die anderen reagieren konnten, hatte Ulfried den ersten zu Boden geschickt und Silaya dem nächsten einen Pfeil durchs Bein gejagt. Auch einer der beiden Verfolger Frumolds konnte so gestoppt werden. Dieser erreichte inzwischen den Schuppen und stieß die Tür auf. Am Boden lag der gefesselte und anscheinend unter Drogen gesetzte Friedhofswärter. Dann war der Gegner heran und auch Frumold wurde in den Kampf verwickelt. Die Schläger leisteten zunächst heftigen Widerstand, wurden dann aber rasch ausgeschaltet oder ergaben sich, als der Kampf ernster wurde. Als ein wenig Ruhe herrschte, vernahm die Gruppe aus dem Inneren der Hütte seltsame Laute: Eine vom Irrsinn gezeichnete Stimme sprach: „Bald bist Du wieder bei mir, Ylja. Dann zeugen wir ein neues Kind. Eine glückliche Familie werden wir sein“. Darüber hinaus war auch eine hohe Fistelstimme zu hören, deren Worte nicht verständlich waren.
Ulfried stieß die Tür auf und stürmte hinein, die anderen folgten. Ein grauenhafter Anblick erwartete sie: Auf dem Boden lag eine nackte und bereits verwesende Frauenleiche, deren Gesicht und Skalp abgezogen waren. Auf einem Tisch lag ein bewusstloses Mädchen. Cuil stand mit wirren Haaren und irrem Blick über dem Mädchen und war grade dabei, das Gesicht der Leiche auf dem Gesicht des Mädchens festzunähen. Auf einem Regal hockte ein Meckerdrache und beobachtete alles. In dem Moment manifestierte sich eine formlose, grün wabernde dämonische Präsenz in dem Raum, welche die Sinne der Gruppe störte und verwirrte und ihnen das Angreifen umso schwerer machte. Ulfried stürmte als erster auf Cuil zu, um ihn von seinem Tun abzubringen. Dieser wehrte sich mit Magie – ein Horriphobus, der zum Glück nicht die volle Wirkung entfaltete. Frumold und Bogumil attackierten zunächst die dämonische Präsenz, ohne jedoch eine Wirkung zu erzielen. Silaya schoss einen Pfeil auf Cuil ab, doch mit einer unnatürlichen Reaktion konnte dieser ausweichen. Als sie den zweiten Pfeil auflegte, wurde sie plötzlich von einem unsichtbaren Wesen in den Hals gebissen – der Meckerdrache war plötzlich verschwunden. Während Ulfried das Regal auf seinen Gegner umriss, um Cuil von weiteren Zaubern abzuhalten, wandte sich Frumold auch dem wahnsinnigen Heiler zu. Silaya und Bogumil versuchten, das unsichtbare Wesen mit Farbe sichtbar zu machen, doch konnten sie es zunächst nicht treffen. Frumold wurde zwischenzeitlich auch von dem unsichtbaren Wesen attackiert, Silaya gelang es währenddessen, Cuil mit einem Pfeil in den Kopf zu treffen. Zwar war dies kein tödlicher Treffer, doch hinderte es ihn erheblich. Nun war es an Ulfried, ihm im Nahkampf den Rest zu geben. Nach dem tödlichen Streich trennte er Cuil den Kopf ab. Der Paktierer war besiegt, doch seine Seele fiel an die Niederhöllen. Bogumil zauberte unterdessen einen „Odem“ und machte das Wesen endlich für sich sichtbar, es handelte sich um einen kleinen, dreigehörnten Dämon, der die Gestalt des Meckerdrachen nur zur Täuschung angenommen hatte. Ein mächtiger Ignifaxius schickte ihn zurück in seine Sphäre. Nun brach auch die andere Präsenz zusammen und die Helden konnten durchatmen. Wunden wurden versorgt, sowohl auf Seite der Helden als natürlich auch bei dem Mädchen auf dem Tisch, bei dem es sich um die gesuchte Dythlind handelte. Mittels Magie nahm ihr Bogumil die Spuren des furchtbaren Ereignisses. Der gerettete Friedhofswärter versprach, die Toten zu bestatten und somit auch die Helden vor möglichen Anklagen zu bewahren. Die anderen Schlagetots hatten sich ergeben und mussten nun Gräber schaufeln. Die Helden kehrten daraufhin mit Dythlind in den Drachentöter zurück, wo die glücklichen und erleichterten Eltern ihre Tochter in die Arme schlossen. Die Helden gönnten sich ein Bad und erholten sich von den Strapazen.

Die Episode der Spukereignisse war damit erledigt. Doch ein paar Geheimnisse gab es noch zu lüften:
Die Helden setzten sich bald nach ihrem Bad zu dem in Gedanken versunkenen Iber und konfrontierten ihn mit ihrem Wissen über die Schatzsuche. Nach einigem Hin und her willigte er schließlich in eine Zusammenarbeit ein, wenn die Helden, die ja nun mit den Gastwirten vertraut sind, bei der Suche helfen. Silaya besorgte über die dankbare Dythlind die Bauunterlagen des Hauses, so konnten alle neuen Gebäudeteile ausgeschlossen werden. Nach einigem Suchen in den ersten Räumen wurden die Kamine als mögliche gute Verstecke vermutet. Auf ihrer Etage war jedoch auch dort nichts zu finden. Also gingen sie ein Stockwerk höher. Die Theorie, dass die Vorbesitzerin den Schatz wohl eher in ihren Wohnräumen als zum Beispiel im Kamin der Küche verstecken würde, kam von Bogumil. Und dort, in der jetzigen Wohnkammer der Fassenbrinks, fand er auch endlich das Versteck: Ein loser Stein im Kamin, dahinter war eine schwere Schatulle, die voll mit Schmuck war. Der Schatz wurde nach Personen aufgeteilt, so dass Iber und sein Kompagnon ein Drittel und die Helden zwei Drittel bekamen. Ob Iber sein Drittel jedoch wirklich teilen würde, das konnte der Gruppe herzlich egal sein, die Schatzsuche war damit erfolgreich beendet und die Gruppe um gut 300 Dukaten reicher. Ulfried zeigte sich generös und gab jedem aus der Gruppe 25 Dukaten vom Schatz ab, der Rest ging in die Schatztruhe.

Zu guter letzt blieb noch offen, was mit der Schutzgeldaffäre war. Die Gruppe einigte sich darauf, dass es nicht schlau wäre, auf eigene Faust gegen eine Verbrecherorganisation innerhalb der Stadt vorzugehen. Stattdessen sprachen sie mit der Wirtin des Eckhauses über ihren Bruder, den Hauptmann Rukkus Tucher. Da sie überzeugt von dessen Unschuld war, stellte sie einen Kontakt her. Ulfried konnte zumindest einen der Gardisten, der Schmiergelder empfangen hatte, genau beschreiben. Darum begann Tucher nun seinerseits mit einigen anderen Ermittlern damit, dem ganzen Nachzugehen. Dank der Orts- und Personenbeschreibungen der Helden würden die Wachen die Bande bald ausheben, und die korrupten Gardisten anklagen können. Tucher verbreitete auf Heldenvorschlag zudem, dass der Drachentöter nun unter seinem persönlichen Schutz stehe, was auch zur Beseitigung der Schutzgeldforderungen beitragen konnte.
Schließlich konnte das Ende der schlimmen Ereignisse mit einem großen Fest im Drachentöter gefeiert werden, bei dem Frumold endlich seine lang erwartete Vorstellung geben konnte. Die Gäste waren begeistert und der schlechte Ruf des Lokals bald vergessen. Stattdessen gilt der Drachentöter in Havena bald als gute Adresse für reisende Abenteurer mit einem Wirt, der viele spannende Geschichten zu erzählen weiß. Die Helden bekamen von Barmfred noch 20 Dukaten und ein lebenslanges Versprechen, bei ihm unterkommen zu können, wenn sie in Havena sind. Ein paar Monate später wird auch der Botenartikel von Igan Trappenfeld erscheinen, der über die Geschehnisse berichtet und zum ersten Mal die Namen der Helden in ganz Aventurien verbreiten wird. Auch in den Romanen von Rahjophrast Rosenkron wird der ein oder andere Heldenname in Zukunft eine Rolle spielen, natürlich in völlig übertriebenen und von sexuellen Eskapaden durchsetzen Geschichten. Doch die Helden blicken neuen Abenteuern entgegen, bald soll die Reise nach Süden führen um dort endlich die nötigen Dukaten zu verdienen…

Ende

Anwesend waren:
Ulfried
Bogumil
Frumold
Silaya

Ich hoffe, ihr hattet mit diesem Abenteuer so viel Spaß wie ich. Auch wenn wir durch die Fülle an Informationen die es zu finden und zu verwenden galt auch den ein oder anderen unruhigen Abend hatten, ist das Experiment eines solch komplexen Kurzabenteuers für mich erfolgreich verlaufen. Danke dafür an euch. Die komplexe Handlung, sowie die erste richtige Großstadterfahrung eurer Helden werden sich natürlich auch in den Punkten ausdrücken:


AP Verteilung:
An allgemeinen Erfahrungen gab es 50 AP pro Spielabend, das heißt:
Ulfried: 200 AP
Silaya: 250 AP
Bogumil 250AP
Frumold 200 AP

Für die Auflösung des Haupthandlungsstrangs um Cuil erhält jeder Held zusätzlich 100 AP.

Für die Auflösung des Handlungsstrangs „Nachbarn“ erhalten:
Silaya 30 AP
Ulfried 10 AP
Frumold 10 AP
Bogumil 5 AP

Für die Auflösung des Handlungsstrangs „Eckhaus“ erhalten:
Bogumil 30 AP
Frumold 20 AP
Ulfried 10 AP
Silaya 10 AP

Für die Auflösung des gesamten Handlungsstrangs um Lissa und ihre Eltern erhalten:
Alle Helden 50 AP

Für die Auflösung des Handlungsstrangs „Schatz“ erhalten:
Bogumil: 30 AP
Silaya: 30 AP
Ulfried 25 AP
Frumold 25 AP

Für den Handlungsstrang „Schutzgeld“ erhalten:
Ulfried: 40 AP
Silaya:20 AP
Bogumil: 20 AP
Frumold: 20 AP

Für gute Ideen, bereicherndes Rollenspiel und sonstiges erhalten:
Frumold: 40 AP
Silaya: 30 AP
Bogumil: 25 AP
Ulfried: 20 AP

Das ergibt pro Held insgesamt:

Ulfried:
455 AP
Spezielle Erfahrungen in: Gassenwissen, Menschenkenntnis, Überreden, Schleichen.

Bogumil:
510 AP
Spezielle Erfahrungen in: Gassenwissen, Menschenkenntnis, Heilkunde Wunden, Sinnenschärfe.

Silaya:
520 AP
Spezielle Erfahrungen in: Gassenwissen, Menschenkenntnis, Überreden, Überzeugen.

Frumold:
465 AP
Spezielle Erfahrungen in: Gassenwissen, Menschenkenntnis, Betören, Gaukeleien.


Zweimühlener Premium - Das Kaiser der Biere

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